Herzlich willkommen!

Der neue Gemeindebrief ist da!

214-01Wie immer finden Sie den Gemeindebrief zum Durchblättern und Herunterladen auch auf der Seite Gemeindebrief.

Pfarrstellenbesetzung

Viele von Ihnen haben mit großem Interesse verfolgt, dass wir mehrere Bewerbungen auf die Ausschreibung der Pfarrstelle erhalten haben. Wir sagen ganz herzlichen Dank für Ihre Eindrücke zu den Gastpredigten.

Das Presbyterium konnte nun einen Schritt weitergehen. Nach Gesprächen mit denen, die sich für diese Pfarrstelle in Altenkirchen interessieren und einer intensiven Abwägung im Presbyterium im Beisein der Superintendentin, ist nun das Wahlverfahren mit einem Pfarrer und einer Pfarrerin eröffnet. Beide werden eine Probepredigt und eine Probekatechese durchführen plus strukturiertem Gespräch mit dem Presbyterium incl. der Beratung durch den KSV. Im Anschluss daran wird ein Wahlgottesdienst (Ende Oktober/Anfang November) mit der Superintendentin terminiert, in dem der oder die zukünftige Pfarrerin gewählt wird. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses und der Einhaltung einer Widerspruchsfrist hat der oder die Gewählte vier Wochen Zeit für die schriftliche Annahme der Wahl. Wir freuen uns, wenn Sie zahlreich zu den Probegottesdiensten kommen und uns Ihre Eindrücke und Vorschläge zukommen lassen. Hier der zeitliche Überblick:

  • Samstag 11.9. um 18.30 Uhr: Pfarrer Ott (der Gemeindegottesdienst vom 12.9. wird auf den 11. vorverlegt)
  • Sonntag 26.9. um 11 Uhr: Pfarrerin Buchner
  • Die Probekatechesen am 23. und 30.9. können nur mit (einer begrenzten Zahl von) Presbytern und Presbyterinnen stattfinden.
Wir hoffen, dass wir im neuen Jahr die neue Pfarrperson begrüßen dürfen. Bis dahin sind wir froh, dass wir mit Pastor Mertig einen zuverlässigen und kompetenten Pastor in der Übergangszeit gefunden haben. Pfr‘in Weber-Gerhards

Lasst uns aufeinander achthaben...

...und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken...

Monatsspruch_2021_10_Oktober
... und nicht verlassen unsere Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, ... – so geht der Satz im Hebräerbrief weiter. Es folgt eine vollmundige Drohung gegen „mutwillige Sünder“ und solche, die „den Sohn Gottes mit Füßen treten“. Und es endet mit dem Hinweis auf Gott, der Rache und Vergeltung übt.

Wie man sieht, setzt man im Bild oben auf eine andere Strategie, um Menschen zum Guten zu bewegen. Ob die Herzchen und das Glas mit dem „Schluch“ selbst schon ein gutes Werk sind oder ob sie zu einem solchen anspornen sollen, etwa als Belohnung – beides ist denkbar. Und beides lässt sich gut mit den ersten Worten des Verses verbinden: „aufeinander achthaben“. Mir ist da sogleich die moderne Vokabel der „Achtsamkeit“ in den Sinn gekommen.

Sicher nicht verkehrt, diese Achtsamkeit. Statt: Ist mir doch egal. Oder: Was hab ich damit zu tun? Oder: Sollen doch erst mal die anderen... Oder: Hat doch eh keinen Zweck! Und die Drohung mit Konsequenzen als Motivation zu rechtem Handeln hat bei uns – zumindest in der Theorie – schon seit längerem ausgedient. Alles also nur eine Frage der Taktik? Einerseits schon: Schließlich zählt, was hinten raus kommen soll – die guten Werke.

Andererseits beschleicht mich das Gefühl: Hier wird der Kampf für Gerechtigkeit – und das ist es doch letzten Endes – verniedlicht und verharmlost. Das gute Werk – ein Zuckerwerk? Spricht so eine Kirche, die dem folgt, der mit Vollmacht sprach, so dass sich die Leute entsetzten (Mt 7,28f)?

Ich meine: Es muss ja nicht gleich Hebr. 10, 31 sein, aber etwas forscher dürfte es ruhig zugehen bei uns. Auf dass wir nicht in der Belanglosigkeit verschwinden.

Martin Gerhards

Text: Lutherbibel, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart
Grafik: © GemeindebriefDruckerei