Herzlich willkommen!

Ewigkeitssonntag: Offene Kirche mit Gedenken der Verstorbenen

Am Ewigkeitssonntag gedachte die evangelische Kirche der Verstorbenen des abgelaufenen Kirchenjahres.

IMG_1281aUm auch dieses Jahr einer größeren Zahl von Gemeindegliedern das Gedenken zu ermöglichen, war die Christuskirche am 22. November von 9.30 bis 11.30 Uhr offen. Während dieser Zeit konnten sich bis zu 50 Personen zusammen in der Kirche aufhalten, eine Kerze anzünden, die Namen der betrauerten Verstorbenen gewahr werden, mit Musik und einem biblischen Wort für einen Moment auf den Plätzen der Bänke innehalten und eine Andachtskarte mit nach Hause nehmen.

Pfarrer Zeidler und Mitglieder des Presbyteriums begleiteten die „Offene Kirche“ und regelten den Zugang.

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Frauenhilfe

Die evangelische Frauenhilfe Altenkirchen setzt große Zeichen der Solidarität und unterstützt generationsübergreifend. Aus vielen kleinen Summen, die die Frauen bei ihren monatlichen Treffen in den zurück liegenden Jahren einsammeln, wurden immer wieder unterschiedliche Projekte angestoßen oder auch unterstützt - wie z.B. im Jahr 2019 das Baumprojekt der preisgekrönten Schüler aus Daaden, die sich für eine Aufforstung der durch den Borkenkäfer zerstörten Waldflächen mit verschiedenen Laubbäumen stark machen.

Bild 01In diesem Jahr 2020 unterstützt die Frauenhilfe mit einer Großspende von 5000 € gleich zwei verschiedene Gruppen: die Jüngsten in der Kirchengemeinde in der Kita Arche und vor allem Hörbeeinträchtigte und Ältere für den Einbau einer Induktionsschleife in der Christuskirche. Die Anregung einer Frau aus einer umliegenden Gemeinde, die gelegentlich die Gottesdienste in Altenkirchen besucht, konnte durch die Spende der Frauenhilfe zeitnah umgesetzt werden, sodass die Induktionsschleife nun schon genutzt werden kann.

Allzu oft wird gedacht, dass die älteren Damen der Frauenhilfe lediglich zum Kaffeetrinken zusammen kommen. Weit gefehlt. Ute Berg, Doris Enders und Pfarrerin Weber-Gerhards stellen Jahr für Jahr ein sehr abwechslungsreiches Programm zusammen mit Grundfragen des Lebens und Glaubens, mit literarischen, künstlerischen und gesellschaftlichen Themen. Auch Kinobesuche in Neitersen gehören dazu sowie die jährliche Beteiligung an den Weltgebetstagen mit vielen Informationen zum Leben und zu politischen Herausforderungen der Frauen weltweit.

Seit den Corona-Beschränkungen im Frühjahr fallen die regelmäßigen Treffen leider weg. Stattdessen gibt es monatliche Briefe, kleine Aktionen und immer wieder Überraschendes im Briefkasten. Die Frauen der ev. Frauenhilfe zeigen auf beeindruckende Weise, wie „Solidarität mit anderen“ und „Sorgen fürs eigene Leben“ zusammen kommt, ganz wie im Gebot „Liebe deine Nächsten wie dich selbst“. Jederzeit sind neue Besucherinnen und Mitglieder willkommen, weitere Informationen bei Ute Berg (02681/5637)

Der neue Gemeindebrief ist da!

211-01Wie immer finden Sie den Gemeindebrief zum Durchblättern und Herunterladen auch auf der Seite Gemeindebrief.

Die aktuellen Regeln für Gottesdienste

Blicken Sie noch durch? Hier noch einmal alle Regeln für den Gottesdienstbesuch auf einen Blick:

Corona

  • Da der Mindestabstand von 1,5m jederzeit eingehalten werden muss, können in jeder zweiten Reihe abwechselnd nur zwei oder drei Personen sitzen (Paare oder Familien natürlich zusammen). Die HelferInnen begleiten Sie zu Ihren Plätzen.
  • Bitte beachten Sie die Absperrungen und Markierungen und leisten Sie den Anweisungen der Küsterin und der dafür eingeteilten PresbyterInnen Folge. Auf dem Weg zu Ihrem Sitzplatz müssen Sie einen Mund- und Nasenschutz (Alltagsmaske, Schal, Tuch) tragen.
  • Wir können nur eine begrenzte Anzahl von BesucherInnen zulassen, so dass kein Anspruch auf einen Platz besteht. Am Eingang der Kirche finden Sie ein Formular, in das Sie Ihre Kontaktdaten (Name und Anschrift oder Telefonnummer) eintragen müssen, dazu sind wir vom Gesundheitsamt verpflichtet. Außerdem bitten wir Sie, sich mit dem bereitgestellten Desinfektionsmittel die Hände zu desinfizieren.
  • Ihre Daten werden einen Monat lang aufbewahrt, um im Fall einer Ansteckung mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. Wir versprechen Ihnen aber, den Datenschutz einzuhalten, die Kontaktdaten nicht für andere Zwecke zu nutzen und nach Ablauf der Frist zu vernichten.
  • Gemeindegesang kann es leider noch immer nicht geben.

Herunter-gekommen

Nicht, dass sie einsturzgefährdet gewesen wäre, diese Kirche, aber ziemlich heruntergekommen sah sie schon aus, als wäre sie vergessen. Sie wirkte einfach armselig, vor allem angesichts der gewaltigen Kathedralen, die man sonst so besucht.

VerfallenHier war weit und bereit kein Mensch zu sehen. Die windschiefe Tür war einen Spalt offen. Neben dem Altar stand eine Vase mit einem großen bunten Blumenstrauß. An der Chorwand brannte eine Kerze vor einer schlichten Steinfigur. Das Kerzenlicht und die Blumen gaben dem Raum etwas Belebtes, Feierliches. Jemand schmückte liebevoll dieses verfallende Kirchlein und machte den kahlen Raum einladend. Unwillkürlich wurde aus altem Gemäuer ein beinahe festlicher Ort. Fremd und doch merkwürdig vertraut wurde dieser Raum. Und ganz allmählich nahm die Erinnerung Gestalt an. Schäbige, düstere Mauern, windschiefe Türen, grobe Balken, doch mitten drin ein heller Schein...

Woher war es vertraut, dieses Bild? Heruntergekommen. Ja, das war's. So wie der Stall von Bethlehem, armselig, windschief, kahl. Doch in ihm ist Gott herunter gekommen zu uns Men­schen. Gott ganz nahe, arm und unscheinbar, überraschend heruntergekommen und damit plötzlich ein Stück Himmel unter uns auf Erden. Und dann am Ausgang ein kleines Plakat an einen Balken geheftet:

„Wer du auch bist“, stand da, „von hier oder aus der Fremde, ob du reich bist oder arm, gläubig oder voller Zweifel, wer du auch seiest, du bist willkommen. Denn dies ist ein Haus Gottes und deshalb auch dein Haus. Hier bist du angenommen. Friede sei mit dir.“

Gott unter uns Menschen. Armselig, verborgen, unscheinbar, aber herunter-gekommen, um unter uns zu leben und Licht zu schaffen in den Dunkelheiten unserer Zeit und unseres Lebens. Heiliger Abend am helllichten Tag, irgendwann im Jahr. So kann's geschehen, dass man unerwartet und unverdient Gott begegnet...

Herzlichst,
Ihr Pfarrer Werner Zeidler