Herzlich willkommen!

Adventskalender - Heimat

"Es begab sich aber zu der Zeit..." - Mit diesen Worten beginnt die wohl bekannteste Weihnachtsgeschichte der Bibel – die Erzählung der Geburt Jesu im Lukasevangelium. Es geht hier um "Heimat", ein Wort, das auch und gerade 2019, in Zeiten von erstarkendem Nationalismus und großen Fluchtbewegungen, Mauerfalljubiläum und Klimakrise ganz unterschiedliche Assoziationen und Anknüpfungspunkte erschließt. Die evangelische Kirche in Deutschland, ihre Werke und alle 20 Landeskirchen haben je einen Tag im Advent zu diesem Thema gestaltet. Den ganzen Kalender zum Nachhören finden Sie hier.



Samstag, 14. Dezember 2019

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser
Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese
Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius
Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich
schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt. (Lukas 2, 1-3)

Ausstellung noch bis zum 19. Dezember

90 Tage Wir | Verschweigen - Verurteilen | Theodor-Maas-Haus

Poster A3 Offene Ausstellung

Fridays for future in Altenkirchen

Demo-mit-PES-768x366Die heimischen Schüler*innen von WWGoesGreen, die bereits seit dem Frühjahr zahlreiche Klima-Mahnwachen und andere Aktionen vorbereitet hatten, hatten am 1. Dezember zur großen Klima-Demo im Vorfeld des Weltklimagipfels eingeladen. Knapp 400 Menschen kamen dazu auf dem Altenkirchener Schlossplatz zusammen. Gemeinsam zogen dann die Demonstrant*innen – darunter auch zahlreiche kirchlich Aktive – durch die Fußgängerzone und Quengelstraße.

Quengelstraße 4Schloßplatz 4

Unterhalb der Christuskirche machten die Schüler*innen ihre Sorge um die zunehmende Zerstörung der Umwelt deutlich, brachten Anregendes und Nachdenkliches vor. Für künstlerische und musikalische Akzente sorgten sie ebenso. (Text/Bilder: PES, MSL, GWG)

Quengelstraße 3

Er ist unser Friede!

Kennen Sie eigentlich die „Black Stories” in der Bibel-Edition? Rabenschwarze Rätsel rund um das Buch der Bücher:

TitelEin Mitspieler liest eine Schlagzeile vor und die anderen müssen herausfinden, welche biblische Geschichte sich dahinter verbirgt. Z.B: Prostituierte versteckt Juden und entgeht so als einzige einem Massaker.

Auflösung: Im Buch Josua im Alten Testament wird berichtet, wie Josua vor der Eroberung Kanaans zwei seiner Männer losschickt, das Land auszukundschaften. Die beiden kehren in Jericho bei der Hure Rahab ein. Der König bekommt Wind davon und schickt Soldaten los, die Männer zu töten. Unter Einsatz ihres Lebens versteckt Rahab die beiden Männer. Zum Dank überlebt sie und ihre Familie als einzige die Eroberung Jerichos und wird später die Urururgroßmutter von König David.

Eine wirklich unglaubliche Geschichte! Eine Prostituierte, eine Kanaanäerin, „Heidin“, die Juden rettet. Sie hat vielleicht andere Motive als z.B. Corrie ten Boom, jene niederländische Uhrmachermeisterin und gläubige Christin, die zur Zeit des Nationalsozialismus Juden in ihrem Haus versteckte. Die verraten wurde, mit dem Vater und der Schwester zusammen ins Konzentrationslager gebracht wurde, wo der Vater sogleich ermordet wurde und die Schwester infolge der grauenhaften Lagerbedingungen starb. Corrie selbst überlebte nur ganz knapp und durch einen Zufall, aber sie selbst sieht es als göttliche Fügung. Nach dem Krieg hat sie ein Buch geschrieben, das dann auch verfilmt wurde: „Die Zuflucht“.

Vor 80 Jahren führte der Antisemitismus in den Holocaust und kostete sechs Millionen Jüdinnen und Juden das Leben.

Umso unfassbarer ist, dass es auch heute wieder antisemitische Ausschreitungen in deutschen Städten wie Halle und Berlin gibt, dass auch heute Juden sich in unserem Land nicht mehr sicher fühlen. Brauchen wir bald wieder Menschen wie Rahab und Corrie, die jüdische Mitbürger und Mitbürgerinnen verstecken? Das kann’s doch wohl nicht sein!

Die Jahreslosung 2019 lautet: Suche den Frieden und jage ihm nach! – Und dieses Psalmwort steht sogar schon im Alten Testament. Im Neuen Testament wird dann der Friede in Jesus Christus Person: „Er ist unser Friede“. Weil unser Gott ein Gott des Friedens ist, der Frieden und Versöhnung mit allen Menschen und Nationen will!

Damit wir auch in diesem Jahr an Weihnachten wieder in den Ruf der Engel einstimmen können: „Friede sei Gott in der Höhe und den Menschen ein Wohlgefallen!“

Ihre Pfarrerin Andrea Ehrhardt